Mittwoch, 29. August 2012

7 Tage

Ein Geschenk verpackt.

Noch mehr duftenden Lavendel gepflückt und zum Trocknen in die Küche gestellt. Wenn's klappt werden daraus bald schaumige Badepralinen.


Die Cowboys on Dope beim Heliosfest in Ehrenfeld gesehen. Da hat sogar jemand ein (sehr langes) Video gemacht und schon hochgeladen.. Klick.


Eine kleine Pixibuchhülle genäht und weils so schön war auch gleich noch den passenden Buchumschlag für die Großen.

Eine Buchhandtasche für einen großen John Irving Fan fertiggemacht.

Und ganz viele Päckchen verschickt. Läuft. :)




Kläglich gescheitert bin ich diese Woche bei dem Versuch, ohne Anleitung so etwas wie die Leselotte zu nähen. Ich würde das gerne verschenken, falls jemand eine Anleitung kennt, gerne her damit!

Mittwoch, 22. August 2012

7 Tage

 Duftende Bienenwachskerzen hergestellt. Geht ganz schnell mit diesen Bienenwachsplatten die es immer auf dem Weihnachtsmarkt gibt. Und mit Sonnenschein auf einer -beneidenswerten- Dachterrasse braucht man nicht mal einen Fön zum Wachsschmelzen. Da kamen bei 35° plötzlich Weihnachtsgefühle auf.

Weinflasche geöffnet. Passt.

Meine letzte, wirklich allerletzte Hausarbeit ever fertig geschrieben.

... und dann gleich weiter für die nächste Prüfung gelernt -.-

Viel Zeit in der Sonne verbracht. Obwohl ich 'Erbarmen' jetzt gar nicht soo spannend fand, hat's mich trotzdem erfolgreich von der Lernerei abgehalten.

Und dann auf dem Balkon die Blaue Blume entdeckt. Ha! Wir dachten, wir hätten uns da im Frühling nur Unkraut gesät und ich hatte es auch schon irgendwie liebgewonnen. Und dann das! :)




Dienstag, 14. August 2012

Literarische Rezepte - Hemingways Papa Doble

Ernest Hemingway, der Autor von Der alte Mann und das Meer und Paris, ein Fest fürs Leben war neben seiner schriftstellerischen Karriere auch als Soldat, Großwildjäger und Kriegsreporter unterwegs, konnte Boxen und ging Hochseefischen - er hat das Testosteron mit Löffeln gefressen.
Klar, dass dazu auch ein guter Drink gehört. In Havana, wo Hemingway mehrere Jahrzehnte seines Lebens verbrachte, prägte er daher die Daiquiri-Variante "Papa Doble". Das heißt: die doppelte Menge Rum auf den Daiquiri und kein Zuckersirup.

So geht's:

2 cl       frisch gepresster Grapefruitsaft
1,5cl     frisch gepresster Limettensaft
7-8cl    weißer Rum
1,5cl     Maraschinolikör

Alles in einem Shaker vermischen, und mit viel Eis in ein (gekühltes) Glas geben. Wer nicht ganz so hart drauf ist wie Hemingway darf Zucker oder Zuckersirup dazugeben.

Neben unzähligen Daiquiris - Hemingways Rekord liegt bei 16 Papa Doble an einem Tag - soll er sich beim Schreiben fast ausschließlich von Erdnussbutter Sandwiches ernährt haben.

Dienstag, 7. August 2012

Pause im Dawanda Shop

Leider muss mein Dawanda Shop wie viele andere im Moment pausieren. Seit dem 01. 08. gilt in Deutschland die neue "Button-Regelung", die eine Überarbeitung sämtlicher Produktmerkmale erforderlich macht. Leider sind darüberhinaus die Bestimmungen dieses Gesetztes nicht ganz klar und Dawanda konnte die erforderlichen Vorraussetzungen nicht rechtzeitig umsetzen.
Auf meiner facebook-Seite sind sämtliche Artikel zu sehen und können dort oder hier über den Blog bestellt werden. Auch Wunschtaschen stelle ich gerne weiterhin her.
Schreibt mir einfach!

7 Tage

Wieder einmal inspiriert von der phantastischen Frau Liebe, habe ich mir vorgenommen, hier jede Woche zu posten, was ich in den letzten 7 Tagen so alles getan habe. Das sollte möglichst etwas mit Büchern zu tun haben, muss aber nicht.


Am Montag hab ich endlich das kleine Schränkchen abgeschleift, das ich letzte Woche auf dem Sperrmüll gefunden habe. Aus Omibraun wurde kaminrotgoldener Kitsch - und ich liebe es. Endlich Platz für die Knöpfe, Perlen, Fäden die hier immer herumflogen und gesucht wurden. Jippie!


Während eines langen nächtlichen Telefonats am Dienstag ein paar neue Buchecken gefaltet. Erkenntnis des Abends: Zwei Stunden den Telefonhörer zwischen Schulter und Ohr klemmen und dabei herumbasteln macht Nackenschmerzen.


Am Mittwoch habe ich noch mehr Karl May Bücher bekommen. Knapp 30 Bände davon nebeneinander im Regal sehen spitze aus! Wer das auch will, kann die Bücher hier in meinem ZVAB Shop kaufen. Eins davon wird demnächst mal zu einer Tasche verarbeitet.

Am Donnerstag hab ich mich endlich mal aufgerafft und zwei Tischdecken umgenäht. Leider hat das nicht geklappt, bevor die erste Tasse Kaffee darauf umgefallen ist. Was soll's. Tischdecken nähen ist jedenfalls nicht halb so kompliziert wie ich dachte :)


Auf der Suche nach einem schönen viktorianisch-englischen-Sherlock Holmes-mäßigen Schmöker in der Bibliothek Arsène Lupin entdeckt. Zwar nicht direkt englisch, aber ich freu mich drauf!


Am Wochenende auf dem Umsonst und Draußen Festival in Porta Westfalica gejobbt und dort kurz vor der Abfahrt die vier Knäufe für das rote Schränkchen gefunden. Jetzt muss ich mich nur noch für zwei entscheiden.








Montag, 6. August 2012

Literatur in Köln

Jeden Montag-

Kunst gegen Bares. Artheater. Ehrenfeldgürtel 127. 20.00 Uhr. Eintritt nach Wahl.

Jeden ersten Montag-

Dichterkrieg. Sonic Ballroom. Oskar-Jäger-Str.190. 21.00Uhr, 4€ Eintritt.

Jeden letzten Dienstag-

Reim in Flammen. Club Bahnhof Ehrenfeld. Bartholomäus-Schink-Str. 65/67. 19.30. Eintritt 5€.

Jeden dritten Mittwoch-

Ein Abend namens Gudrun. Wohngemeinschaft. Richard-Wagner-Str. 39. 20.00Uhr, Eintritt 6€.

Jeden Donnerstag-

Literatur um acht. Café Duddel. Zülpicher Wall 8. 20.00Uhr. Eintritt frei.

Jeden letzten Donnerstag-

Poetry Bites. Zwoeinz. Hochstadenstr. 21. 19.30Uhr.

WortLautLive. Zum Scheuen Reh. Hans-Böckler-Platz 2. 21.30Uhr. Eintritt frei.


Jeden Sonntag-

Goethes Faust. Im Stapelhäuschen. Fischmarkt 1-3. 16.00Uhr. Eintritt 28,-/18,-

Jeden dritten Sonntag-

The Word is not enough. Blue Shell. Luxemburger Str. 32. 20.30Uhr.

Variierende Termine-

Rock'n Read. Theater Klüngelpütz. Gertrudenstr. 24. 20.30Uhr.

Freitag, 3. August 2012

Joseph Conrad - Herz der Finsternis


Der erste Satz: "Die Nelly, eine seetüchtige Jolle, schwoite an ihrem Anker ohne die leiseste Regung in den Segeln und hielt Rast" 

Zentralafrika gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Leise und unaufhaltsam bahnt sich ein schmales Boot den Weg durch den dunken Urwald. Immer weiter stößt es vor auf dem Flusslauf des Kongo, immer tiefer dringt es in den unheimlichen Dschungel. Auf dem Boot sieht der junge Kapitän Marlow mit Ungeduld dem Ziel seiner Mission entgegen: der Begegnung mit dem mysteriösen Elfenbeinhändler Kurtz. Dieser hat sich ganz der Kontrolle der Handelsgesellschaften entzogen und inmitten der Wildnis sein eigenes Schreckensreich errichtet. Marlow soll ihn zurückholen. Doch schon bald stellt sich die Frage: Wird er selbst überhaupt zurückkehren?
Schon seit seiner Kindheit träumt der junge Marlow davon, die letzten weißen Flecken der Landkarte zu erforschen. Durch gute Beziehungen wird er schließlich trotz seiner geringen Erfahrung  Kapitän auf einem Dampfschiff, das tief in den afrikanischen Urwald fahren soll. Dort angekommen stößt der junge Mann auf ein groteskes Tollhaus der Kolonialisierung, unorganisierte Lager, skurrile Landsmänner, die nichts tun als Intrigen gegeneinander zu schmieden,  unsinnige Arbeiten und vor allem auf leidende unterdrückte Eingeborene. 
Marlowe, ein rationaler, realistischer Mann reagiert darauf mit Unverständnis und Ironie. Beeindruckt von der Größe, der Ursprünglichkeit und der Gewalt des Urwaldes macht er sich trotzdem auf in die Tiefen der Wildnis um den geheimnisvollen Kurtz zu finden, der sich hier sowohl mit seinem äußerst erfolgreichen Elfenbeinhandel, als auch mit seiner Abgeschiedenheit einen Namen gemacht hat. Doch was er findet ist ein Mensch, dem das Gefühl für Menschlichkeit abhanden gekommen ist. 

Kein Lichtstrahl dringt durch die dunkle Stimmung, die Conrad hier erzeugt, durchtränkt von schweren dunklen Adjektiven ist der Text kontinuierlich beklemmend und unheilvoll, nur selten unterbrochen von bissigen und ironischen Kommentaren des Erzählers angesichts der makaberen Zustände im Urwald (zweifellos eine Kritik an der Kolonialisierung). Dadurch, dass äußere Dinge meist nur skizzenhaft beschrieben werden und die Handlung zuweilen vom Erzähler unterbrochen wird, um an anderer Stelle fortzufahren, bekommt seine Geschichte, die eher anmutet wie ein Alptraum als die Realität, etwas Wirkliches. Hält man sich beim Lesen des Buches vor Augen, dass Conrad hier seine eigenen Erlebnisse als Seemann schildert und aufarbeitet, gewinnt es nochmal an Schrecken dazu. Conrad möchte Gewalt und Schrecken ausdrücken, was ihm nicht besser hätte gelingen können. So gut, dass ich das Lesen des Buches sehr anstrengend fand, dass sich Beklemmung in mir breit gemacht hat und ich froh war, als ich das Buch aus der Hand legen konnte.