Soo, etwas verspätet mal wieder ein paar Bilder von den Sachen, die ich in der letzten Woche gemacht habe.
Wir haben zwei Tage auf Trödelmärkten verbracht und mal richtig tolle Sachen abgestaubt. Unter vielem anderen habe ich jetzt ein Omi-Stricknadelkistchen. Ich hoffe, dass ich diesen Herbst motivierter bin an der Patchworkdecke weiterzustricken. Dann gucken unsere Füße im Winter nicht mehr unten raus.
Eine alte Fotografie von einer Lesenden gefunden. Vielleicht werde ich jetzt damit anfangen, alte Fotos von lesenden Menschen sammeln. Wenn ich noch welche finde.
Noch mehr Buchhüllen und eine weitere Pixie-Hülle genäht.
Eine diesmal auch mit Lesebändchen. Das geht so schnell und ich liebe
das Ergebnis ♥ Bei dem
Versuch, eine Anleitung für den Blog zu machen, hab ich vor lauter
Fotografieren nicht aufgepasst und gleich mal einen Fehler gemacht. Aber
die Anleitung wird kommen :)
Nach der letzten Germanistikprüfung die ollen Zettel vom Badezimmerspiegel abgerissen. Nur noch eine Prüfung!
Eigentlich wollte ich nach dieser Anleitung ein Reise-Malset für Kinder machen, habe aber mit dem Teppichmesser die DVD Hülle komplett zerstört. Die rot-blaue Einlage für die Stifte war nun aber schon fertig und das hier ist dabei herausgekommen. Stifte und Papier gehen jetzt in einer Ausgabe der Bremer Stadtmusikanten auf die Reise.
Klappentext: Die Insel. Die Kinder. Das Grauen. Bist Du bereit für dieses Abenteuer?
Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von
seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von
einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben
– und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen
ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren
Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter
mysteriösen Umständen stirbt … Der erste Satz:Gerade als ich mich an den Gedanken zu gewöhnen begann, dass dieses Leben keine großen Abenteuer für mich bereithalten würde, geschah etwas seltsames.
Jacob ist mit den wunderlichen Geschichten seines Großvaters aufgewachsen, der ihm allabendlich von einer Gruppe außergewöhnlicher Kinder erzählte. Schließlich ist Jacob aus den Geschichten herausgewachsen und schenkt ihnen keinen Glauben mehr. Er führt das normale, etwas langweilige Leben eines normalen Jugendlichen. Bis sein Großvater stirbt und Jacob sich schließlich auf die Reise nach Wales macht, um den alten Geschichten auf den Grund zu gehen.
Wales hat mir als Schauplatz besonders gut gefallen und ist die perfekte Kulisse zum Gruseln; ein abgeschiedenes Dorf, Regen, Blitz und Donner, das Moor, gespenstische Häuser und ein tobendes Meer.
Die Glaubwürdigkeit der Protagonisten, sowohl die des Großvaters als auch die Jacobs, wird zu Beginn des Buches öfter in Frage gestellt und der Leser wird im Unklaren darüber gelassen, ob das Erzählte wirklich ist, oder sich nur in der Phantasie des jeweiligen abspielt. Ein Ansatz, den ich in dem Fall sehr spannend und interessant fand.
Was das Buch aber vor allem so besonders macht sind die zahlreichen alten schwarzweiß-Aufnahmen im Text, die die Erzählung illustrieren.
Mit Krimis und Thrillern komme ich angst-mäßig wirklich meistens ganz gut zurecht. Bei Gruselgeschichten sieht die Sache schon ganz anders aus. Und es gibt zwei Dinge, die ich bei sowas besonders schlimm finde: Gruselclowns und Gruselkinder. Da komm ich gar nicht mit klar. Und was sehe ich, als ich das Buch zum ersten Mal durchblättere? Eine alte Photographie mit gruseligen Kinderclowns! Da werd ich wirklich zum Mimöschen, schaue während des Lesens dauernd unters Bett und erschrecke mich vor wirklich allem, was sich bewegt.
Insofern hat das Buch auf jeden Fall meinen Nerv getroffen und ich habe es sehr gerne gelesen. Einen kleinen Punktabzug gibt es für den Schluss, aber da werde ich jetzt nichts verraten. Ich würde Die Insel der besonderen Kinder dennoch jedem weiterempfehlen.
Leider fehlten in meiner Ausgabe 20 Seiten, dafür waren 10 Blatt doppelt eingebunden. Ziemlich ärgerlich.
Hier ist der tolle Buchtrailer, den ich wirklich sehr gelungen finde und der genau die richtige Stimmung vermittelt.
Clutch aus einer antiquarischen Ausgabe von Eichendorffs Werken.
Mit dekorativer Deckel- u. Rückenvergoldung auf dem dunkelrotem Original-Einband.
Ausgeschlagen mit Blumen-Patchworkstoff.
13 x 18,5 cm.
Ich würde ja gerne ausführliche Rezensionen schreiben. Aber davon abgesehen, dass ich da völlig aus der Übung bin, muss ich momentan ansonsten so viel schreiben, dass ich weder Zeit, nochdie Motivation habe um mir ausgefeilte Rezis auszudenken und zu formulieren. Es ist ein ganz großer Vorsatz, das wieder zu ändern. Bis dahin gibt es hier ein buntes Durcheinander von Zusammenfassungen und meinen Eindrücken der Bücher, die ich in jedem Monat lese.
Dieser August war heiß und ich war ziemlich eingespannt mit Magisterpüfungs- vorbereitungen.
Das sind die Bücher, die mich an den Strand und zu den Wiesen begleitet haben und die mich in den warmen Sommernächten wach gehalten haben.
Gernot Gricksch - Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
Dieses Buch habe ich eigentlich nur begonnen, weil es gerade so herumlag und kein anderes greifbar war. Es erzählt die Geschichte von dem 27-jährigen Robert Zimmermann, der in erfolgreich in einem Software Unternehmen arbeitet und sich oberflächlichen Beziehungen herumtreibt. Bis er in einem Waschsalon die 15 Jahre ältere Monika trifft und sich zu seinem eigenen Erstaunen sofort in sie verliebt.
Seine lesbische Schwester bekommt ein Kind, sein liebenswürdiger Mitbewohner Ole sucht in einem Kontaktanzeigen Marathon seine Traumfrau und sein Vater kompensiert seine Midlife-Crisis in einer Affäre mit einem hohlen Girlie.
Obwohl das Buch, wie gesagt, zu Beginn eine Notlösung war, hat es mich doch ziemlich schnell gefesselt und zwar so sehr, dass ich es fast in einer Nacht ausgelesen habe. Sowohl die Geschichte rund um Robert und Monika, als auch die Geschichten und Beziehungen der Nebendarsteller, insbesondere die von Ole, der während seiner Suche nach der großen Liebe eine wahre Freakshow durchlaufen muss, sind, teils lustig, teils auch traurig, sehr unterhaltsam.
Das Buch wurde übrigens auch von Leander Haußmann verfilmt, hier ist der Trailer.
Maurice Leblanc - Die Gräfin von Cagliostro oder die Jugend des Arséne Lupin
Wie ich hier schonmal erzählt habe, war ich in der Bibliothek auf der Suche nach einem englisch-viktorianischen Buch a la Sherlock Holmes, Sturmhöhe oder Charles Dickens. Stattdessen fiel mir Arséne Lupin in die Hände, weder viktorianisch noch englisch, aber trotzdem toll. Dieser Band der Arséne Lupin Reihe, die Leblanc zwischen 1905 und 1935 veröffentlichte erzählt, wie der Titel schon sagt, die Jugend des späteren Meisterdiebs Arséne Lupin (der übrigens in einigen Bänden gegen einen gewissen Herlock Sholmes kämpft).
Arséne Lupin, 20 Jahre alt und ist soeben von dem Vater der schönen Clarisse vor die Tür gesetzt worden. Zufällig belauscht er das Komplott einer Gesellschaft von Herren, die schöne Gräfin von Cagliostro soll noch in dieser Nacht in eine Falle tappen und ermordet werden. Nur knapp kann Lupin diesen Plan unbemerkt vereiteln und schafft es, sie zu retten. Clarisse ist schnell vergessen und was zunächst als eine Liebesgeschichte zwischen dem jungen Dieb und der unsterblichen Gräfin beginnt, entwickelt sich zu einem Konkurrenzkampf, zu einem Wettrennen um einen alten verborgenen Schatz, dem auch der Geheimbund auf der Spur ist.
Die Figur des Arséne Lupin erlangte seine Popularität (wie ich gehört habe, gelesen habe ich bisher nur dieses Buch) als eleganter Meisterdieb in mittleren Jahren. Erst 20 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes legte der Autor diese Erzählung um Lupins Jugend nach. Der junge Arséne ist hier noch kein perfekter Meister in dem was er tut, aber man sieht, wohin der Weg gehen soll.
Eine sehr unterhaltsame Mischung aus Abenteuerroman, Detektivroman und Liebesroman (was allerdings dadurch relativiert wird, dass sich die beiden ständig gegenseitig ans Messer liefern), mit düsteren Verschwörern und einem angehenden Meisterdieb, der sich auch schonmal gern aufs Fahrrad schwingt, um vor allen anderen sein Ziel zu erreichen.
Jussi Adler-Olsen - Das Alphabethaus
Diesen Monat abgebrochen habe ich leider fürs erste Das Alphabethaus. Die ersten 50, 60 Seiten gefielen mir schon ganz gut und nach einem langen Tag habe ich mich sehr darauf gefreut, mich auf den Balkon zu setzen und weiterlesen zu können. Nur mal kurz wollte ich im Internet nach einer kurzen Rezi schauen, da ich gar nicht so recht wusste, was mich da erwartet - Thriller, Kriegsroman...? Leider bin ich dann an eine komplette Zusammenfassung des Inhalts gekommen und ehe ich wegklicken konnte, wusste ich schon das Ende. Spannung weg, das Buch erstmal beiseite gelegt und wieder was dazugelernt.
Jussi Adler-Olsen - Erbarmen
Nach dem ersten Adler-Olsen Reinfall diesen Monat stand zufällig der ständig vergriffene erste Teil der Trilogie um den Kommissar Carl Mørck in der Bibliothek.
Jetzt sind zwei Wochen vergangen, seit ich das Buch gelesen habe und ich hab schon Schwierigkeiten, etwas dazu zu sagen, schonmal kein gutes Zeichen für ein Buch.
Die Handlung teilt sich auf in die Erfahrungen des eingesperrten Opfers (die ich spannend fand) und die Ermittlungen des Duos Carl Mørck und seines Bürohelfers Assad, der sich im Laufe des Buches zu einem engagierten Ermittler entwickelt. Diesen Teil des Buches empfand ich stellenweise als etwas langatmig, dann aber auch wieder ganz charmant wegen der mir sympatischen Figuren.
Das Buch hat mich zwar schon gefesselt, ist aber im Grunde doch nur so an mir vorbeigerauscht ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (Tödliche Spiele)
Okay, der zusammengefasste Inhalt von Panem klingt wirklich sehr bescheuert. Außerdem wird ihn wohl mittlerweile jeder kennen, trotzdem eine Kurzzusammenfassung für Spätzünder wie mich.
Die Welt wie wir sie kennen gibt es nicht mehr, stattdessen ist Nordamerika in 12 Distrikte eingeteilt, die sich nun Panem nennen und wo von Kapitol aus eine absolutistischer Herrschaft regiert. So weit so gut. Nun werden aber einmal im Jahr die 'Hungerspiele' veranstaltet, bei denen 24 Jugendliche, aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen, um ihr Überleben kämpfen müssen, bis nur noch einer übrigbleibt.
Deshalb bin ich bisher auch immer nur verwundert bis kopfschüttelnd daran vorbeigelaufen bis mich Dennis Scheck mit seiner positiven Meinung überrascht hat:
"brillante[...] Zukunftsvision über unseren anscheinend unstillbaren Durst
nach dem Blut des Andersdenkenden, ein kluger und spannender politischer
Roman in Form des Jugendbuchs."
Huch? Ein paar Monate später bin ich dem Hype also auch erlegen. Aber wie! Das Buch ist zwar eine Zukunftsvision, allerdings keines dieser moralisierenden Jugendbüchern mit erhobenem Zeigefinger, die mir schon in der Schule auf die Nerven gegangen sind. Eine Mischung aus SciFi, Abenteuer und ein wenig Liebesgeschichte, dessen Fortsetzung ich auf jeden Fall auch lesen werde.
India Knight - Vintage your life
Die Autorin India Knight hat sich ihr Leben lang nicht groß um Geld gekümmert - während sie shoppen war, stand vor ihrer Haustür der Gerichtsvollzieher.
Bis sie anfing darüber nachzudenken, wie man sein Leben sparsam gestalten kann, ohne auf Luxus, leckeres Essen und schöne Klamotten zu verzichten. Das Ergebnis ist dieses Buch, eingeteilt in 9 Kapitel, unter anderem Essen, Kleidung, Beauty, Spaß haben, Urlaub und Zuhause. Diese Anregungen sind realistisch und lebbar und nach jedem Kapitel steht "Woran man nicht sparen sollte".
Ein unterhaltsames DIY Buch mit Anekdoten aus dem Leben der Autorin und einfachen, praktischen Anleitungen zum Nachmachen. Sehr sympathisch geschrieben und ein Denkanstoß, ob man wirklich immer alles kaufen muss, was man haben will, oder ob das Selbermachen nicht nur eine kostengünstigere Alternative ist, sondern auch eine, die viel Spaß machen kann.
Viele der Tipps werden denjenigen, die sich schon ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben, nicht allzu neu sein. Mir gefiel dahingehend Hab ich selbst gemacht von Susanne Klingner schon besser. (Von ihr habe ich übrigens die Idee, dieses Jahr alle Geschenke selbst zu machen. Weihnachten wird dieses Jahr zum Projekt! Ich habe vorgestern angefangen :)
Christoph Marzi - Grimm
Vor ein paar Jahren haben mich die Bücher Lycidas, Lilith und Lumen von Christoph Marzi völlig umgehauen. Wirklich, diese Bücher haben mich richtig begeistert und ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Leider haben mich die darauffolgenden Bücher des Autors nicht mehr ganz so mitgerissen wie die Emily Laing Trilogie, und Christoph Marzi ist immer weiter bei mir in Vergessenheit geraten. Diesen Monat habe ich dann aber doch zu Grimm gegriffen und bin nicht enttäuscht worden. Marzi benutzt immer noch diese sehr poetische Sprache, die ich auch bei den anderen Büchern so geliebt habe.
Die alte Märchenwelt wieder auferstehen zu lassen, scheint gerade ein beliebtes Thema zu sein. Dabei fielen mir auf Anhieb Cornelia Funkes Reckless, Kai Mayers Geisterseher (ich habe mir das Hörbuch angehört und kann es nur empfehlen) und Das Buch der verlorenen Dinge von John Connolly ein. Kennt ihr noch mehr solcher Bücher?
Es gibt auch ein kurzes Video von Heyne, in dem Christoph Marzi selbst ein paar Worte zu Grimm verliert.
Ansonsten habe ich in diesem Monat noch diverse Bücher über Henri Cartier-Bresson für eine Hausarbeit gelesen, am hilfreichsten dabei warenHenri Cartier-Bresson: Der Schnappschuss und sein Meister von Clement Chéroux undHenri Cartier-Bresson. Das Auge des Jahrhunderts von Pierre Assouline. Beide Bücher kann ich nicht nur für die Uni empfehlen, sondern auch allen, die sich für Fotografie, Fotojournalismus oder Kunstfotografie interessieren. Am Ende war ich höchst entschlossen, mir selber eine alte Leica zu kaufen, habe von dem Vorhaben aber schnell wieder Abstand genommen, als ich die Preise bei ebay gesehen habe!
Außerdem liegen hier noch etliche Bücher zur Sprachwissenschaft und Sprechakttheorie, die mich böse aus allen Ecken anstarren, mit denen ich hier aber niemanden behelligen will -.-
Johann Georg Tinius, ein deutscher Pfarrer beging seinen ersten Mord im Februar 1813.
Er stattete dem wohlhabenden Kaufmann Schmidt unter dem Vorwand einer geschäftlichen Unterredung einen Besuch ab. Stattdessen verabreichte er ihm eine Prise vergifteten Schnupftabak, der sein Opfer betäubte. Anschließend fügte Tinius ihm eine tödliche Kopfverletzung zu, und floh unerkannt mit 3000 Talern Diebesgut.
Im gleichen Monat wiederholte er dieses Verbrechen auf dieselbe Weise bei der reichen Witwe Kunhardt. Doch dieses Mal wurde er von der Magd überrascht und musste ohne
Beute fliehen. Im Laufe der Ermittlungen fand man heraus, dass er wiederholte Male auf dieselbe Weise auch Postkutschen überfallen haben soll. Des Weiteren soll er mehrfach Kirchengelder veruntreut haben. "Die Rede bei der Amtsentsetzung erwähnte ausdrücklich, daß Tinius durch seine Büchersucht zu Ausgaben veranlaßt worden wäre, die seine Einnahmen bei weitem überstiegen hätte"(Bogeng: Die großen Bibliophilen. Seite 509.)
Die Bibliothek Tinius umfasste bei der gerichtlichen Versteigerung im Jahr
1821 siebzehntausend Bände. Die abschließende Verurteilung Tinius nach seiner Verhaftung und Amtsenthebung zögerte sich über über zehn Jahre bis 1823 heraus. Zum einen, weil Tinius zu keinem Zeitpunkt seine Taten eingestand oder gar Reue zeigte und zum anderen, weil er darüber hinaus versuchte, Zeugen zu Meineiden zu bewegen.
Außerdem gab es immer wieder aufkommenden Anschuldigen, die neue Tatbestände ans Licht brachten, wie die Überfälle auf Postkutschen und die Unterschlagung von Kirchengeldern. Dies verzögerte den Prozess erheblich und führten zu einer vergleichsweise geringen Haftstrafe von zwölf Jahren.
Um die anschließende Zeit des Pfarrers im Zuchthaus ranken sich Mythen. Belegt ist, dass er während dieser Zeit eine Untersuchung über die Offenbarung Johannis verfasste. Außerdem soll er aus dem Kopf ein deutschhebräisches Wörterbuch geschrieben haben.
Jedenfalls sind manche Widersprüche dieses Prozesses bis heute nicht gelöst.
Im fortgeschrittenen Alter von einundsiebzig Jahren, wurde er im Jahr 1835 aus dem Zuchthaus entlassen. Seine Familie hatte sich von ihm abgewendet, seine Bibliothek war verkauft und er musste wieder in Armut
von einer kleinen Rente leben. Er führte ein rastloses Wanderleben, bis er im Jahr 1846 bei Königswusterhause starb.
einen Plan zurecht und verfolgt ihn Schritt für Schritt bis zu seiner völligen Durchführung.
Tinius war ein belesener Mensch, welcher die Bücher nicht um ihretwillen sammelte. Er las sie tatsächlich derart intensiv, dass er sie in den Jahren seines Gefängnisaufenthaltes aus dem Gedächtnis so präzise rezitieren konnte, dass er daraus für seine eigenen Werke schöpfen konnte. Er entspricht also auch nicht dem Klischee des nichtlesenden Bibliomanen.
Es gibt einige Argumente, die gegen die Bezeichnung Tinius als Bibliomanen sprechen. Erstens die Tatsache, dass er sich mit den Inhalten der Bücher auseinandersetzte, zweitens die Motivation, die im Beschaffen von Geld und nicht von Büchern lag und schließlich der Fakt, dass er seine Verbrechen berechnend und nicht impulsiv beging.
Dennoch verging er die Morde zwar aus finanziellen Gründen, doch seine Schulden, die er durch seine Diebstähle ausgleichen wollte, waren erst durch den massiven Kauf von Büchern entstanden.
Um diese Schulden zu begleichen hätte er seine Bibliothek von 60000 Bänden durchaus verkaufen können, doch er zog es vor, stattdessen zwei Menschen zu töten, seine Stellung als Geistlicher auszunutzen und mehrere Diebstähle zu begehen. Eine gewisse Art von Bibliomanie ist Magister Tinius also durchaus nicht abzusprechen.
Magister Tinius faszinierte die Menschen aufgrund seiner divergenten Persönlichkeit und gab daher schon zu Lebzeiten ein beliebtes Thema ab. Tinius ist eine Inspirationsquelle und Anregung für zahlreiche literarische
Texte und (Kriminal-)romane, vor allem im 20. Jahrhundert. wie beispielsweise in Paul Gurks Magister Tinius. EinDrama des Gewissens (1936) oder zuletzt in Detlev Opitz Der Büchermörder (2005).
Das Thema Tinius ist also deshalb so beliebt, weil sein Verbrechen durch die Bibliomanie gleichzeitig anziehend und abschreckend wirkt.
Noch mehr duftenden Lavendel gepflückt und zum Trocknen in die Küche gestellt. Wenn's klappt werden daraus bald schaumige Badepralinen.
Die Cowboys on Dope beim Heliosfest in Ehrenfeld gesehen. Da hat sogar jemand ein (sehr langes) Video gemacht und schon hochgeladen.. Klick.
Eine kleine Pixibuchhülle genäht und weils so schön war auch gleich noch den passenden Buchumschlag für die Großen.
Eine Buchhandtasche für einen großen John Irving Fan fertiggemacht.
Und ganz viele Päckchen verschickt. Läuft. :)
Kläglich gescheitert bin ich diese Woche bei dem Versuch, ohne Anleitung so etwas wie die Leselotte zu nähen. Ich würde das gerne verschenken, falls jemand eine Anleitung kennt, gerne her damit!
Duftende Bienenwachskerzen hergestellt. Geht ganz schnell mit diesen Bienenwachsplatten die es immer auf dem Weihnachtsmarkt gibt. Und mit Sonnenschein auf einer -beneidenswerten- Dachterrasse braucht man nicht mal einen Fön zum Wachsschmelzen. Da kamen bei 35° plötzlich Weihnachtsgefühle auf.
... und dann gleich weiter für die nächste Prüfung gelernt -.-
Viel Zeit in der Sonne verbracht. Obwohl ich 'Erbarmen' jetzt gar nicht soo spannend fand, hat's mich trotzdem erfolgreich von der Lernerei abgehalten.
Und dann auf dem Balkon die Blaue Blume entdeckt. Ha! Wir dachten, wir hätten uns da im Frühling nur Unkraut gesät und ich hatte es auch schon irgendwie liebgewonnen. Und dann das! :)