Mittwoch, 7. November 2012

Patrick Rothfuss - Der Name des Windes


Der Name des Windes ist ein Buch, das ich eigentlich gar nicht lesen wollte - nicht, weil ich etwas dagegen hatte, sondern weil es mich einfach nicht sonderlich interessiert hat. Aber es hat mich immer und immer wieder in allen Bibliotheken und Buchläden hartnäckig auf die Schulter getippt, so dass ich es schließlich doch mitgenommen habe. Zum Glück!
Nachdem ich das Buch vorgestern ausgelesen habe, ist etwas passiert, was so bei mir nicht oft (oder nie) vorkommt. In Ermangelung des zweiten Teils habe ich das Buch einfach wieder aufgeschlagen und von vorn begonnen, weil ich mich noch nicht davon trennen konnte.

Der Roman beginnt, wie ich mir den Anfang in sehr vielen Fantasy Geschichte vorstelle. An einem Abend in einer Schänke. Aber bereits auf der ersten Seite wird der Leser von einer "dreistimmigen Stille" empfangen, "so tief und so weit wie der Spätherbst" und damit mit einem Schreibstil, der sofort fasziniert.
Schon bald stellt sich der Wirt der Schänke als ein anderer heraus, als der sympathische aber harmlose Mann, der er zu sein vorgibt und nach einem kurzen Auftakt beginnt er, einem Chronisten seine wahre Geschichte zu erzählen.
Kvothe, der Held der Geschichte, wächst bei einer Familie von Schauspielern auf, die wie Gaukler durch das Land ziehen. Nach einer Katastrophe landet Kvothe schließlich in der Großstadt und schildert dort seinen harten Kampf ums Überleben, bis er schließlich sein Ziel, die Universität erreicht um endlich den Namen des Windes herauszufinden.

Der Name des Windes wird häufig mit dem Herr der Ringe verglichen, oder auch mit Harry Potter. Ich kann nachvollziehen, warum diese Parallelen gezogen werden, allerdings gibt es auch große Unterschiede, die dieses Buch davon abheben.
Zum einen gibt es hier nicht den einen Bösewicht, und der Held hat nicht die Aufgabe, die Welt vor ihrem Untergang zu retten. Zwar gibt es die geheimnisvollen Chandrian, denen Kvothe auf der Spur ist, doch diese haben in der Welt von Kvothe einen Realitätsbezug, wie hier Rumpelstilzchen oder der Weihnachtsmann. Sie bleiben in Kinderliedern und Legenden lebendig, doch tatsächlich glaubt niemand mehr an diese Wesen.

Der Name des Windes ist nicht in einer mittelalterlich anmutenden Welt angesiedelt, wie es bei der High Fantasy soweit ich weiß meistens der Fall ist. Mal mutet die Umgebung mittelalterlich an, mal fühlte ich mich an die viktorianischen Kindheitserzählungen von Dickens erinnert, bis ich schließlich aufgehört habe, zu versuchen, dem Buch einen Stempel aufzudrücken und mich einfach in die Welt hineinfallen lassen habe.
In einem Interview erklärte Rothfuss, er wollte mit seinem Werk etwas anderes schaffen und sich nicht an die typischen, konventionellen Vorbilder der Fantasy anlehnen. Genau das ist ihm meiner Meinung nach perfekt gelungen.
Besonders positiv ist mir besonders der Sprachstil aufgefallen. Rothfuss schreibt zum einen sehr lebendig, zum anderen auch stellenweise beinahe poetisch.

Dieses Buch ist auf jeden Fall eines der besten dieses Jahr und ich kann es im Grunde Jedem wärmstens ans Herz legen. Ich denke, Der Name des Windes wird sowohl Fantasy und Jugendbuch Fans gefallen,  als auch Lesern von Historischen Romanen - und allen anderen auch.







Sonntag, 4. November 2012

Adventskalender-Gewinnspiel - Noch 6 Tage!



Hallo ihr lieben Leseratten da draußen,

habt ihr schon das Gewinnspiel entdeckt und mitgerätselt? 
In 6 Tagen, also am 10.11 um 00.00 Uhr stehen die Gewinner fest! 

Diejenigen, die die meisten Buchcover aus den Bildausschnitten erkennen, bekommen jeweils einen tollen Adventskalender - der eine mit den geraden, der andere mit den ungeraden Dezembertagen.

Und unter allen, die mitraten wird ein dritter Platz verlost!

Hier geht's zum Gewinnspiel, ich freu mich wenn ihr mitmacht! 



Freitag, 2. November 2012

Verrückt vor Freude - "Viva la Craft"

Das wollte ich schon so lange machen, dass ich irgendwann dachte, es wäre meine Idee gewesen. Ist es aber nicht. Wenn mich nicht alles täuscht, dann habe ich diese Idee zum ersten Mal in Australien gesehen, bei einem Konzert von Chicks on Speed im Craft in Melbourne. Während die Band gespielt hat, durfte das Publikum unter dem Motto Viva la Craft an allem Möglichen Woll- und Stoff Projekten herumwerkeln. Hier seht ihr, wie das aussah -> KLICK.
Das war auf jeden Fall ein interessanter Abend und jetzt, drei Jahre später, komme ich auch endlich mal dazu, so ein Brett zu machen.

Was ihr dafür braucht:

Ein Brett
Acrylfarbe
Nägel
Wolle
Aufhänger

Zuerst habe ich das Brett mit Acrylfarbe bemalt. Dafür habe ich die Farbe "Sand" oder so ähnlich genommen. Ihr könnt das Brett aber auch natürlich lassen, mit Mustertapete bekleben oder was euch sonst einfällt.


Malt euch zuerst die Wörter auf ein Blatt Papier, oder druckt sie in einer Schriftart aus, die euch gefällt.
Diese Schablone legt ihr auf das Brett und nagelt die Umrisse an den Rändern entlang. (Wartet bis die Farbe ganz getrocknet ist, sonst müsst ihr das Papier hinterher vom Brett kratzen. Sehr nervig -.- )
Wie ihr seht habe ich mich am Ende nicht wirklich an die Linien gehalten, aber zumindest wisst ihr dann grob, wie hoch und breit die Buchstaben sein sollen.


Wenn ihr damit fertig seid, könnt ihr das Papier einfach wegreißen.


Jetzt die Wolle an einem Nagel festknoten und kreuz und quer durch die einzelnen Buchstaben spannen. 
Am Besten macht ihr erstmal den Rand, damit das Wort am Ende gut lesbar ist.



Ich habe mich nach längerer Überlegung und einem Blick ins Wörterbuch für den französischen Begriff 
Fou de joie (Verrückt vor Freude, Außer sich vor Freude) entschieden.


Viel Spaß :)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Herzgirlande aus Buchseiten




Zuerst braucht ihr drei unterschiedlich lange Streifen Papier, etwa einen Zentimeter breit. 
Die werden in der Mitte gefaltet und ineinander gesteckt.


 Haltet die unteren Enden fest und steckt nacheinander die oberen Spitzen der Papierstreifen dazu.


Alles zusammentackern.


 Ich brauchte für mein schmales Küchenfenster acht Herzen.


 Die Herzen mit einem Faden verbinden.


Und fertig!

Wenn euch das gefällt, dann schaut mal bei Turquoise Tepid Teardrop vorbei. Da gibt es Anleitungen  für wunderschöne Weihnachtssterne und Blumen aus alten Buchseiten. 
Die Weihnachtssterne werden in der Adventszeit sicher an meinem Küchenfenster hängen.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Shop wieder geöffnet!

Hallo ihr Lieben,
nach langer Abwesenheit wegen der Button-Regelung ist mein Dawanda Shop mit den Buchtaschen, Lesezeichen, Schatullen wieder geöffnet. Zur Feier des Tages gibt es bei dem Entdecker-Special bis Sonntag 15% auf alles.

Ganz neu dazugekommen sind diese Mini-Buch Anhänger.






Schaut mal vorbei!

4 Awards





Diesen Award habe ich in letzter Zeit gleich drei Mal bekommen. Einmal von Juliana Fabula,  von Mareike von LebeLieberLiterarisch und dann von Mays Reviews.
Vielen Dank dafür!


Hier sind erstmal die Regeln:

- Jede Person, die getaggt wurde, muss 11 Dinge über sich  schreiben.
- Jede Person muss auch die 11 Fragen des Taggers beantworten.
- Jede Person muss sich wiederum 11 neue Fragen überlegen.
- Jede Person muss sich dann 11 Blogger aussuchen, die weniger als 200 Leser haben.
- Wenn die Auswahl getroffen ist, muss dies natürlich den Bloggern mitgeteilt werden.
- Zurücktaggen ist nicht erlaubt.

11 Sachen über mich... habe ich ja letztens schonmal geschrieben :)

11 Fragen von Juliana: 

1. Schaust du lieber zuerst den Film und liest dann das Buch oder eher umgekehrt?
Ich lese lieber zuerst das Buch, freue mich dann aber immer sehr auf die Verfilmung und finde es dann auch nicht soo schlimm, wenn die beiden nicht ganz übereinstimmen.
2. Was spricht dich zuerst an Titel oder Cover?
Auf den ersten Blick spricht mich das Cover zuerst an. Manchmal ist es aber auch ein besonderer Titel, wie vor kurzem bei Schlafanstalt für Traumgestörte von Karen Russell, das habe ich nur wegen des Titels mitgenommen, obwohl ich sonst eher selten Kurzgeschichten lese.

3. Kaufst du lieber neue Bücher und gebrauchte?
Ich habe vor ein paar Jahren fast ganz damit aufgehört, mir neue Bücher zu kaufen. Es gibt die meisten Bücher nach einiger Zeit viel billiger und in gutem Zustand  auch gebraucht, außerdem mag ich antiquarische Ausgaben älterer Bücher. In der letzten Zeit bin ich aber eher in der Bibliothek und kaufe mir nur noch Bücher, die mir etwas bedeuten oder die ich vielleicht nochmal durchblättern möchte.

4. Liest du lieber aktuelle Bücher oder auch ältere?
In der letzten Zeit habe ich fast nur noch aktuelle Bücher gelesen, weil ich ständig lernen musste und ich einfach nur noch abschalten wollte. Jetzt bin ich aber fertig mit der Uni und der Winter ist eine gute Zeit um mal wieder etwas älteres zu lesen. 

5. Mistest du dein Bücherregal oft aus?
Jaaa schon, aber meistens stelle ich die Bücher dann doch wieder zurück :)
6.Welches Genre ist am häufigsten in deinem Regal zu finden?
Das ist ganz gemischt. Was man bei mir im Regal nicht findet ist High Fantasy, Chick-Lit und Science Fiction. Und so 'Männerbücher'.
7. Schaust du immer nur nach den dir bekannten Autoren und liest du auch von unbekannten Autoren?
Meistens lese ich schon Bücher, von denen ich zumindest schonmal etwas gehört habe. Ich finde es aber auch spannend, mir unbekannte Bücher empfehlen zu lassen und mich dann einfach mal darauf einzulassen. Ich bin schon ein paarmal in Buchläden oder in die Bib gegangen und habe einen Mitarbeiter nach seinem / ihrem Lieblingsbuch gefragt. Egal was, ich nehms mit und probiere es aus. Da habe ich schon manche überraschend gute Bücher empfohlen bekommen, auf die ich von selbst nicht gekommen wäre (zum Beispiel Mauertänzer von Andrea Busfield - sehr empfehlenswert!)

8. Hörst du Musik beim lesen oder muss es da ganz still sein?
Ich höre gerne Musik beim Lesen und ich lese auch gerne mit Hintergrundgeräuschen und anderen Leuten um mich herum, im Zug, im Park oder im Café. Stille lenkt mich ab.

9. Was war dein dickstes Buch (Seitenanzahl) das du bis jetzt gelesen hast?
Weiß ich nicht genau. Die Bücher von Rebecca Gable  sind ja recht dick, oder Jonathan Strange und Mr. Norrell, oder Anna Karenina...?
10. Was machst du noch gerne außer lesen :)?
Zuhause werkel ich gerade gerne an irgendetwas herum, ich mag es, Sachen mit den Händen zu machen. Vor allem weil ich viel lese und am Schreibtisch sitze.  Ansonsten verreise ich gerne und bin gerne unterwegs und schaue mir Orte an, die ich noch nicht kenne.
11. Was bestimmt deinen Buchkauf (Rezi, Empfehlung, Bewertung...)?
Kann ich gar nicht sagen, eine Mischung aus allem denke ich.

11 Fragen von Mareike

1. Wo liest du am liebsten? 
Am Liebsten lese ich im Zug, am Häufigsten lese ich aber nachts im Bett. 

2. Wann liest du am liebsten? 
Nachts.

Internetbuchhandel oder verschrobene kleine Buchhandlung um die Ecke? 
Lieber die kleine Buchhandlung um die Ecke.
Eselsohren oder Lesezeichen? 
Lieber Lesezeichen, wobei ich zzu meiner Schande gestehen muss, dass ich auch mal das ein oder andere Eselsohr mache.

Magst du den Geruch alter Bücher oder möchtest du jedes ganz frisch haben?
 Ich liebe den Geruch von alten Büchern! Ein ganz neues Buch habe ich mir seit Jahren nicht mehr gekauft.

Was war das kitschigste Buch, das du je gelesen hast? 
Ich habe mal ein Buch von Nicholas Sparks gelesen, an das ich mich nicht mehr erinnern kann. Ich fand's ganz schlimm, wahrscheinlich war es das.  Oh, oder die Edelstein Bücher von Kerstin Gier vielleicht, oder Feuer und Stein von Diana Gabaldon. Ja ich glaub das ist es. :)

Was tust du, wenn dir ein Buch gar nicht gefällt? 
Ich gebe fast jeden Buch ca. 100 Seiten. Wenn es mir dann immer noch nicht gefällt, breche ich es ab. Den Spruch "Kein schlimmerer Dieb als ein schlechtes Buch" finde ich gut und ich quäle mich nicht durch ein Buch, das mir nicht gefällt.

Bist du ein Bücher-Verschenker? 
Ja, auf jeden Fall!
Welches Buch hast du bisher am häufigsten gelesen?
 Ich lese nicht viele Bücher mehrfach, auch wenn ich es mir öfter mal vornehme. Dreimal habe ich trotzdem den Medicus von Noah Gordon und den Steppenwolf von Hermann Hesse gelesen.

Welches Buch wirst du nie lesen?
Hmm, schwierig. Bis vor ein paar Jahren hätte ich niemals einen Krimi gelesen, ich fand das richtig blöd. Dann hat Simon Beckett mich angefixt und mittlerweile lese ich gerne Krimis. Die Tribute von Panem wollte ich auch nie lesen und fand es dann gut, dann habe ich mich Shades of Grey verweigert, werde es wahrscheinlich aber doch demnächst lesen. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, jemals Chick-Lit zu lesen, aber wer weiß?

Wie ist dein Bücherregal sortiert? 
So gut wie gar nicht. Ich habe jahrelang mein Bücherregal hin und her sortiert, nach Verlagen, Autoren usw. Bis ich das letzte Mal umgezogen bin, da hatte ich genug davon und habe sie einfach irgendwie reingestellt. Was für eine Erleichterung!

11 Fragen von May


Was ist das beste Buch was du gelesen hast?
Der Steppenwolf von Hermann Hesse hat mich mit 16 sehr beeindruckt, Jane Eyre von Charlotte Brontë gehört auch zu meinen Lieblingsbüchern. Die besten Bücher 2012 waren bisher Die Landkarte der Zeit von Félix J. Palma und Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern.

Wie viele Bücher hast du schon gelesen?

Oh, keine Ahnung. Wenn ich 21 Jahre lang im Schnitt 40 Bücher im Jahr gelesen habe, sind das ungefähr 840.

Achtest du auf Rezensionen bevor du ein Buch kaufst?
Ich lese gerne Rezensionen bevor ich ein Buch lese. Seit ich die Bücher aber nur noch ausleihe, sind Rezensionen nicht mehr so ausschlaggebend wie früher, weil ich das Buch ja einfach zurückgeben kann, wenn es mir nicht gefällt.

Was war das erste Buch was du gelesen hast?


Das waren diese Bücher in vereinfachter Ausgangsschrift, die ich im ersten Schuljahr gelesen habe. Es gab da diese Anna Bücher von Manfred Mai, die fand ich gut :)

Wann hast du mit dem Lesen begonnen?
Sobald ich konnte, also ungefähr mit 6.

Wer sind deine Lieblingsautoren?


Jane Austen, Charlotte Brontë, Hermann Hesse, Jonathan Safran-Foer, Christoph Marzi fallen mir ganz spontan als erste ein. Aber da fehlen sicher viele.

Was ist dein Lieblingsgenre?
Kann ich nicht sagen, das kommt immer darauf an. Auf die Tageszeit, die Jahreszeit, meine Stimmung...

Wie viel Geld hast du schon für Bücher ausgegeben?

Hunderte, Tausende von Euros, da darf ich gar nicht drüber nachdenken :)

Worauf achtest du mehr im Buch?Schreibstil oder Charaktere?
Das ist mir beides wichtig.

Hast du selber eine Geschichte?
Nein.

Achtest du beim Lesen auf die Seitenanzahl?

 Wenn ich ein Buch besonders schön finde, dann kommt es schonmal vor, dass ich mir die letzten Seiten aufspare, bei einem eher langweiligen Buch schaue ich mal, wie lange ich noch lesen muss, aber eigentlich nicht.

 11 Fragen an Euch

1. Welches Buch wolltet ihr immer schon lesen, habt es aber noch nicht getan?
2.Benutzt ihr zum Lesen Hilfsmittel wie die Leselotte, Leselicht, eReader...?
3. Habt ihr ein tolles Erlebnis, das mit Büchern zusammenhängt?
4. Liest du gerne Bücher von Autoren aus einem bestimmten Land?
5. Wie siehst du die Zukunft des Buchs? Wird das Papier von eReadern irgendwann verdrängt?
6. Schreibst du selbst auch (außer Blogs)?
7. Der unsympatischste Fiesling, der böseste Schurke in einem Buch?
8. Welches Buch hat dich richtig zum Lachen gebracht?
9.Deine Neuentdeckung in diesem Jahr?
10.Lest ihr gerne Bücher aus einem bestimmten Land?
11. Was ist das spannendste Buch das du je gelesen hast?

 Und ich gebe den Award weiter an:



Den zweiten Award habe ich von Miss Bittersweets bekommen, hier durfte ich mir sogar einen Award aussuchen. Da nehm ich doch gerne den hier, weil er lecker aussieht und so nett guckt.




Hier die Regeln:
Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
Man muss über den Award auf seinem Blog berichten
Den Blog des Nominators musst du auf deinem Blog verlinken, damit auch dieser Blog wächst
Gebe den Award an 5 Blogger weiter und berichte ihnen davon
Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog.


Diesen Award gebe ich weiter an:

thefabulousthing

Montag, 15. Oktober 2012

Die Frankfurter Buchmesse

Nachdem ich vor etlichen Jahren mal auf der Buchmesse gewesen bin und die Messe die Jahre über immer sehnsüchtigst über das Fernsehen mitverfolgt habe, hab ich es dieses Jahr endlich wieder geschafft hinzufahren. Zwar war die Euphorie eher gedämpft, als ich dazu morgens um halb 6 aus dem Bett gekrochen bin, aber die kam im Laufe des Tages wieder.
Nachdem ich beim letzten Mal schon ziemlich planlos über die Messe gelaufen bin, hatte ich mir diesmal fest vorgenommen, mir diesmal einen Plan zu machen. Habe ich aber nicht.
Und das Vorhaben, das auf dem zweistündigen Weg zur Messe nachzuholen war auch utopisch. Um sieben Uhr morgens mache ich gar nichts. Schon gar keine Pläne.
Also war ich wieder völlig erschlagen, als ich in den riesigen Hallen stand und habe einfach mal ganz große Augen gemacht angesichts der vielen Bücher, Verlage -und Menschenmassen.




Auf der ARD Bühne habe ich mir das Gespräch von Dieter Moor mit Thommie Bayer über sein neues Buch Vier Arten, die Liebe zu vergessen angehört.
Im Grunde bin ich eher wegen Dieter Moor hingegangen, denn TTT sehe ich mir schon seit Jahren sehr gerne an und das ist so ziemlich die einzige Sendung, die ich wirklich regelmäßig schaue.
Von Thommie Bayer habe ich noch nichts gelesen, weil ich seine Bücher aus irgendeinem Grund immer in die Kategorie 'blöde Männerbücher' einsortiert habe. Das scheint allerdings überhaupt nicht der Fall zu sein und ich werde das in nächster Zeit sicher nachholen. Insofern hat sich dieser Besuch zweifach gelohnt!
Kennt ihr Thommie Bayer und könnt ihr mir ein Buch besonders empfehlen?

In diesem Video spricht der Autor über Vier Arten, die Liebe zu vergessen - und hier gibt es das TTT Special zur Buchmesse, da ist dieses Gespräch allerdings noch nicht dabei. Titel Thesen Temperamente kommt sonntags abends gegen kurz nach 11, vielleicht wird es nächste Woche ausgestrahlt.

Gleich im Anschluss gab es auf der selben Bühne ein Best-of Druckfrisch von Denis Scheck. Auch diese Sendung mag ich sehr gerne, eine der wenigen (oder die einzige?) Literatursendung, die es noch gibt. Ich finde Menschen immer sehr bewundernswert, die sich so eloquent ausdrücken können und darüberhinaus sympathisch und unterhaltsam sind.


Für mich zeichnet sich Denis Scheck auch dadurch aus, dass er als sehr belesener und intelligenter Mensch nie abgehoben wirkt und selten den literaturwissenschaftlich-pseudointellektuellen Zeigefinger erhebt, mit dem ich allgemein überhaut nichts anfangen kann.
So sprach er sich auf der Buchmesse für die fantastische Literatur aus, und kritisierte die Einordnung der Fantasy (ein Begriff, den er ablehnt, da es sich bei jeder Art von Literatur per se um Fiktion/Phantasie handelt) als Sub Genre. Wenn überhaupt eine (Unter-) Gruppierung stattfinden soll, dann sei, so Scheck, vielmehr die realistische Literatur ein Subgenre, da Drachen und anderen Wesen bis in die Neuzeit die Erzählungen bevölkert und in der Literatur eine längere Tradition haben.


Die nächste Folge von Druckfrisch kommt am 28.10.2012 um 23.35 in der ARD. Ich vermute, dass darin dieser Beitrag gezeigt wird.


Das Highlight der Messe war für mich allerdings die Lesung von Harry Rowohlt.  Ein echter Glücksfall, denn obwohl ich mir gleich zu Beginn vorgenommen hatte, mir die Lesung anzuschauen, hab ich das in dem ganzen Trubel völlig vergessen. Zufällig bin ich dann am frühen Nachmittag gleich vor dem Lesezelt erschöpft mit meinen ganzen Taschen auf einer Bank zusammengebrochen, als innen Harry Rowohlt angekündigt wurde. Also schnell die Taschen gepackt und rein ins Zelt, und das hat sich wirklich gelohnt!


Harry Rowohlt ist einer der Söhne des Verlegers Ernst Rowohlt, der sich aber nie in das Familienunternehmen eingegliedert hat. Stattdessen war und ist er als Kolumnist, Schauspieler, Autor, Übersetzer und Sprecher für Hörbücher (unter anderem Schlimmes Ende von Philip Ardagh) tätig.
In dem sehr atmosphärischen Lesezelt auf der Buchmesse hat er aus dem Buch Hundert-Dollar-Küsse von Kurt Vonnegut gelesen und nebenbei immer wieder Anekdoten von sich und seiner Freundschaft mit dem Autor erzählt.

Das war die beste, unterhaltsamste und lustigste Lesung, die ich je miterlebt habe!
Ich kann jedem nur ans Herz legen, Harry Rowohlt mal live zu erleben, auf seiner Homepage findet ihr die Termine, leider ist momentan keiner in Köln aufgeführt.
 In diesem Video stellt er sich selbst kurz vor und liest aus einer seiner Kolumnen 'Aus Poohs Corner'.


Und...
ich habe es tatsächlich irgendwie geschafft, mir kein Buch zu kaufen!
Aber ich bin auch nicht mit leeren  Händen nach Hause gefahren. Neben tausenden Broschüren, Magazinen und Leseproben die es geschenkt gab, habe ich mir zwei goldene Händchen gekauft, einen Bogen Papier und einen neuen Kalender für 2013.



Und zwar den Wallpaper - DuMont Up to Date  Kalender, den man sowohl an die Wand hängen als auch in der Tasche mitnehmen kann.
Das Papier kommt von dem Stand vom Papeteria Verlag und ich werde vielleicht eine Papierlampe daraus machen.
Die Buchklammer-Händchen gab es in der Antiquariatshalle, sind aber auch bei ebay zu finden.
Achja, und ganz herzallerliebste glitzernde Weihnachtskarten von Tushita, die ich hier noch nicht zeigen kann gab es auch noch.

Alles in allem hat mir die Messe sehr gut gefallen und jetzt, wo ich meine Beine wieder spüren kann, möchte ich nächstes Jahr wieder hin.
Dann aber mit einem ungefähren Plan und vielleicht an einem anderen Tag, denn ich habe gehört, dass der Sonntag wirklich um einiges voller ist, als die anderen Tage.


Wart ihr auch auf der Buchmesse? Was hat euch am besten gefallen?